21 Dezember 2017

2017 --> 2018

Vielen herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Gruppe von der Post-Kunst-Werk Aktion im Advent!!
Ich habe eine wahnsinnig schöne Sammlung erhalten und mich sehr über jede einzelne Karte gefreut!

Nun möchte ich mich mit ein paar sehr persönlichen Worten, weil ich nach außen transparenter werden will, bis zum nächsten Jahr aus meinem Blog verabschieden und wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen ein tolles Weihnachtsfest und viel kreative Energie für das neue Jahr.

Es war ein verrücktes Jahr mit vielen Tiefen, aber auch Höhen und unerwarteten Ereignissen. Ich gehöre zu den Menschen die sich tagtäglich, stündlich, minütlich reflektieren, doch immer wieder tappe ich in die selben alten allen Fallen. Das bemerke ich - bislang noch - leider immer erst hinterher. Doch ich arbeite hart daran meine Muster zu erkennen und dementsprechend mein Leben zu bewältigen. Das ist angesichts meine gesundheitlichen Situation nicht wirklich einfach, denn ich leide, neben einigen chronischen Autoimmunerkrankungen, an der bipolaren Störung. Diese Krankheit schränkt mich im Alltag am aller heftigsten ein. Psychische Krankheiten sind auch heute leider noch ein großes Tabuthema und es wird wenig darüber gesprochen. Ist man selbst erkrankt, will man es nicht öffentlich machen - ist man nicht selbst erkrankt, möchte man nichts damit zu tun haben. Ich habe immer habe selbst immer noch Schwierigkeiten damit, meine "Macken" als Krankheit zu akzeptieren. Eigentlich kann und darf ich es jemanden, der dies auch tut, nicht übel nehmen...tu ich aber. Denn ich fühle mich oft einfach nur hilflos und unverstanden, so dass ich bei Ablehnung oder Kritik schnell empfindlich reagiere. Die Diagnose "Bipolare Störung" bekam ich vor wenigen Jahren nach einer Odyssee von Besuchen bei diversen Ärzten und Psychologen. Es hat locker mal 25 Jahre gebraucht, bis die richtige Diagnose gestellt wurde. Seither bin ich mit Medikamenten gut eingestellt, habe meine Vertrauenspersonen im medizinischen und psychologischen Bereich gefunden und kann relativ gut damit leben. Doch hin und wieder kommen die dunklen Tage, an denen nichts, aber auch rein gar nichts geht. Ich muss lernen damit umzugehen, denn leben muss ich damit mein Leben lang, es ist unheilbar. Zum Glück (oder auch nicht?) habe ich wenige Manien, also Hochphasen, dafür aber eben oft depressive Episoden. In diesen Episoden sind meine für mich am bedeutendsten Kunstwerke entstanden. Sie haben mir geholfen, ich stelle hier ein paar aus der Reihe "Diary Drawings" vor. Ausgangsbild ist ein fotografische Selbstporträt aus dem Jahr 2008, welches ich bewußt pur gehalten habe. Dies drucke ich meistens auf Papier aus und bearbeite es je nach Gefühlslage. Immer wenn ich nicht weiter weiß, ich dies ein Mittel, mir auf die Schliche zu kommen. Ich gehe spontan dabei vor und lasse mich ganz vom Bauchgefühl leiten. Mir ist bewußt, dass die Arbeiten teilweise heftig wirken. Betrachtet sie als bittere aber wirksame Medizin ;)

LG Bogi
















Kommentare:

  1. Spitze! Das nenn ich Kunst!
    Frohe Weihnachten liebe Bogi!

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  2. So beeindruckende Bilder, ein persönlicher Spiegel, der mich beim Anschauen gleich einfängt! Sehr, sehr mutig, wie offen du über deine Krankheit schreibst; meine junge Untermirnachbarin ist auch betroffen, daher weiß gut, was es bedeutet...
    Ich wünsche dir ein schönes Weihnachten - Lieben Gruß Ulrike

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  3. Und Dir danke für einen so offenen Beitrag. Weiß ich doch, dass man schon alleine mit einer Autoimmunerkrankung auf medizinische Odysseen geraten kann und nicht ernst genommen wird...Hut ab für Deinen Post! Und die Bilder finde ich richtig gut. Liebe Grüße, Taija

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    1. Danke für Deinen Kommentar! Die Bilder helfen mir bei der Verarbeitung so mancher Erlebnisse. Autoimmunerkrankungen kenn ich auch nur zu gut leider... Ich sag immer: Kopf hoch, egal wie dreckig der Hals ist und manchmal hilft es sogar ;)

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