10 September 2017

Doppelporträt

Von der letzten Adventpost hatte ich noch ein Stück Gelliprint übrig, das ich in zwei Hälften von etwa DIN A5 schnitt. Mit blauer Aquarellfarbe bedeckte ich den Print und liess jeweils die Silhouette einer Dame mit Dutt frei. Im zweiten Step gab ich ihnen mit weißer Auqarellfarbe einen blassen Teint und zeichnete zu guter Letzt die Konturen und das Gesicht mit blauem Kugelschreiber.



03 September 2017

Mein Post-Kunst-Werk Sommerstoff

Mein Stoff ist nun auch in Dänemark angekommen, was mich sehr freut!
Am Wochenende fischte ich den letzen Beitrag aus meinem Briefkasten, vielen Dank liebe Christine!!
1000 Dank auch an Kristina, Marietta, Corinna, Edelgard, Karen und Jeanette. Ich habe Eure Post mit großer Freude empfangen! Alles ganz ganz tolle Drucke!! Ich habe sie nicht fotografiert, aber hier in der Sommerpost-Linkliste sind sie zu finden :)

Nun zu meinem Stoff. Ich hatte ja wirklich Probleme mit dem Wetter. Hatte ich Zeit, schien die Sonne nicht, schien die Sonne dann mal für ein oder zwei Tage, hatte ich keine Zeit....der ein oder anderen ging es sicher ähnlich.

Anfangs hatte ich geplant mit Textilfarbe eine "richtigen" Sonnendruck zu machen, hatte mir einige Videos bei youtube angesehen und hier und da Blogbeiträge studiert. Schien nicht all zu schwierig zu sein. Ich war aber nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis und weil mir die Zeit davon rannte, bestellte ich kurzerhand das Cyanotypie-Set von Jacquard. Nachdem es angekommen war, pinselte ich nachts vor dem Zubettgehen noch schnell meine Stoffe und legte sie in eine schwarze Schublade.
Leider habe ich keinen Raum, den ich richtig abdunkeln kann und der Keller ist auch mit einem großen Fenster versehen. Nach 1,5 Tagen waren die Stoffe nur sehr wenig getrocknet, also verdunkelte ich das Schlafzimmer, stellte den Wäscheständer hinein, hängte die nassen Stoffe auf und föhnte sie im Dunkeln trocken. Die fertig präparierten Stoffe legte ich dann wieder in die Schwarze Schublade. Das Tolle ist, dass es wirklich nur eine Schublade ist, ohne Schrank drumherum und innen wie außen schwarz lackiert. Mein Schwiegervater hat sie mal gemacht und ich konnte sie prima überall hintragen.

Dann hieß es auf Sonne warten, sie war für die nächsten Tage angesagt. Als Motiv habe ich mich auf eine alte Vintage-Werbeanzeige festgelegt und schon mal probiert, wie sie quadratisch in blau aussehen würde.



Ich war scheinbar so aufgeregt :) dass ich nicht bedacht habe, dass ich ja ein Negativ auf die Folie drucken muss, um dieses Ergebnis zu bekommen. Zum Glück hatte ich 12 Stücke Stoff präpariert.

Das erste Ergebnis sah so aus,
während und nach der Belichtung.


So nach der Wässerung





Also, neue Folie bedrucken. Nun gab es aber das Problem, dass der schöne Rand mit den abgerundeten Ecken bei der Belichtung verschwinden würde, ich radierte im Photoshop bis auf einen kleinen schwarzen, unregelmäßigen Rand, alles weg.




Zur Belichtung benutzte ich einen Fotorahmen. Ich legte den Stoff auf den Bildträger, die Folie darauf und schloss mit dem Glas ab, welches ich mit Klammern fixierte. Weil mir um das Motiv zu viel langweiliges Blau war, streute ich drum herum kleine Rocaille-Perlen. 










Es war für mich das erste Mal, dass ich mich mit Cyanotypie beschäftigt habe. Eine tolle und einfach Technik, die ich sicher noch öfter machen werde.

Morgen fahre ich eine Woche in den Urlaub nach Büsum - machts gut, bis die Tage ;)
Bogi

30 August 2017

Sommerpost in Blau

Meine Sommerpost müsste nun zumindest in Deutschland angekommen sein, ich möchte aber noch nichts darüber schreiben, um den beiden Damen in der Schweiz und in Dänemark nicht die Überraschung zu vermiesen. Ich bibbere weiter gespannt, ob mein Beitrag gefällt.
In der Zwischenzeit zeige ich euch ein paar Arbeiten, die während des Ausbildungswochenende in Kunsttherapie entstanden sind. Am 5. und 6. August hatte ich eines der wenigen Praxisseminare, leider das letzte. Thema war Mischtechnik und Sabine Klug, unsere Dozentin, führte uns an eine Technik ran, in der wir in Serie arbeiteten ohne groß darüber nachzudenken, was wir gerade tun oder was daraus werden soll. Herrlich befreiend fand ich das, ich bin eher der spontane Typ, der sich gern vom Zufall leiten lässt. Um meinem Schaffen aber doch ein wenig Struktur zu verleihen, fing ich damit an alte Briefkuverts zu zerreissen und aufzukleben, nutze ein recht übersichtliches Farbspektrum und gab jedem Stück Papier ein paar Worte aus Magazinen oder Zeitungen, die mich ansprachen oder mit meiner gegenwärtigen Situation zu tun haben, mit auf den Weg der Entstehung. Hier zeige ich euch nun die Ergebnisse. Eine Technik, die ich auf jeden Fall noch mehrmals machen werde.










Diese ist auch noch fertig geworden, blieb aber ein Einzelstück





26 August 2017

Blau machen

Ihr Lieben, ich melde mich heute nach vielen Wochen, um von meinem Sonnendruck für das sommerliche Post-Kunst-Werk zu berichten.

Vorab gesagt: es ist etwas ganz anderes geworden, als ich ursprünglich vorhatte....
Nachdem ich mich mit Steffi abgesprochen hatte, wir machen unsere MailArt Projekte gerne zusammen, haben wir Textilfarbe und Stoff bestellt und uns überlegt, was wir drucken wollen. Während ich darauf wartete, dass die Materialien eintreffen, wir beide Zeit haben UND die Sonne scheint, versuchte ich an den Tagen, an denen die Sonne schien, mit dem zu experimentieren, das ich vorrätig habe. Es gab Versuche mit Siebdruckfarbe, Acrylfarbe und mit echtem Pigment, doch nichts davon überzeugte mich wirklich und ich studierte hier und da die Tipps im Internet. Das Wetter lies mehr und mehr zu wünschen übrig und ironischerweise fuhr ich ständig auf dem Weg zur Arbeit durch Sonne!! Unglaublich *lach* Es kam der Tag, wo alles gut geplant passieren sollte. Farbe war da, Stoff auch, Schablonen hatte ich mit meinem Hobbyplotter in ausreichenden Mengen geschnitten (Tipp: habe dafür Registerblätter von Aldi genommen) Zu erklären oder erzählen, warum und wieso es an diesem Tag nicht klappte, wie ich wollte, würde den thematischen Rahmen sprengen. Wie schrieb Kristina mir so treffend: Leben ist das, was passiert, während man voll damit beschäftigt ist, andere Pläne zu machen. An dieser Stelle ganz recht herzlichen Dank für Euer Verständnis liebe Gruppe 4! Kristina, Marietta und Jeanette, ihr  habt es durch die lieben Worte geschafft, dass ich mich nicht total stresse :) Danke! Etwas in Panik und frustriert nach dem Motto "schaff ich das überhaupt??" bestellte ich dann kurzerhand die beiden Cyanotypie-Lösungen von Jacquard und neuen Stoff. Von der Cyanotypie hatte ich abgesehen, weil sie mir zu teuer erschien und ich keinen abzudunkelnden Raum habe. Es kam die Zeit, und die war spät, als ich die Stoffe mit der Cyano-Lösung bepinselte. Auf dem Weg ins Bett, der durch mein Atelier führt, habe ich kurzentschlossen um 2:30 Uhr die beiden Chemikalien, die ich einen Tag zuvor angesetzt hatte, vermischt und den Stoff mit einem breiten Malerpinsel bearbeitet. Der Stoff sog ziemlich schnell und viel auf, aber das Set mit den Lösungen reichte mehr als aus, Ich habe zum Abmessen leere Nespresso-Kapseln benutzt und für 12 Stücke Stoff insgesamt 12 Kapseln voll gebraucht. Die Stoffe legte ich in eine schwarze Schublade. Diese einzelne Schublade hat mein Schwiegervater einst gemacht, sie ist innen und aussen schwarz. Nach zwei Tagen waren die Stoffe aber leider immer noch nicht trocken, da sie sich scheinbar ständig gegenseitig befeuchteten, weil sie übereinander lagen. Ich entschied mich, es zu wagen, das Schlafzimmer abzudunkeln und die Stoffe trocken zu föhnen, weil ich im Internet gesehen habe, dass viele das mit Papier so handhaben. Ht wunderbar funktioniert! Die trockenen Stoffe habe ich dann wieder in die Schublade gelegt, so dass ich nach und nach entnehmen kann. Als Motiv habe ich mir eine meiner Mittelformat-Fotografien ausgesucht, die Linie 5. Der erste Versuch war okay, ich aber nicht zufrieden und ich entschied mich ein Motiv mit mehr Kontrasten zu nehmen. Darüber verrate ich nun aber nicht viel mehr, denn die Post an meine Gruppe ist ja unterwegs. Ich werde aber über den Sommer-Sonnendruck noch berichten :)
Hier mein erster Versuch mit Cyanotypie-Chemie



Nachtrag: das Motiv, dass ich jetzt gewählt habe, ist keine Fotografie von mir. Aber ich bleibe dran und versuche mich weiter, vielleicht erst mal auf Papier :)
Das Foto von mir, das ich für den ersten Versuch nutze ist dieses hier


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30 Juni 2017

Schon wieder ein Vogel :)

Ich weiß gar nicht so recht warum, aber im Moment drängen sich mir die Vögel auf :D

Bei spark  summer! sind kleine Heftchen gerade das Thema von Carla. Sie werden aus einem Din A4 Blatt gefaltet und sind schnell gemacht. Etwa ein Dutzend habe ich gemacht und dann wie vorgeschlagen mit assoziativem Schreiben gefüllt. Da kamen die abertollsten Worte aufs Papier ;)



Ganz automatisch entstehen Ideen für kleine Geschichten, ich wählte eine aus, reduzierte die acht Seiten des Heftchens "Kreativ" auf wenige Sätze und fing an diese Geschichte in einem neuen Heft zu zeichnen.







Hier seht ihr mein Ergebnis






Ich habe einen Vogel!!!



28 Juni 2017

Vögelchen


Ich komme gerade nach Hause, bin ziemlich platt und freue mich aufs Sofa :) aber ich schreibe noch den versprochenen Beitrag. Wie ich ja bereits erzählte, war ich unzufrieden und die Tusche fiel um, so dass ich davon ab lies, weitere, einleinige Vögel zu zeichnen. Aber wenn ich sie mir nach 2 Tagen wieder ansehe, bin ich doch sehr glücklich mit dem Federvieh. Besonders einer hat es mir angetan: der gelb-schwarze, grummelige Vogel. Den werde ich mir einrahmen und aufhängen.

den mittleren rechts habe ich als Vorbild ausgewählt


Finler, Holzkohle und Druckbleistift

Pinselstift, Soft Pastellkreide, Pastellkreide

Tusche mit Zahnbürste vermalt

nochmal Pastellkreide und Tusche mit Holzfeder


mein Favorit gemalt mit Holzkohle und weicher Pastellkreide