26 Januar 2018

Bogi mag's neuerdings bunt

Jahrelang habe ich fotografiert, natürlich in schwarz-weiß. Dann schlug das Schicksal zu, das zu erläutern würde hier den Rahmen sprengen...jedenfalls hörte ich mit der Fotografie auf und orientierte mich beruflich um. Ich war lange traurig und haderte, ob meine Entscheidung die richtige war.
Was soll ich sagen? Nun, bis heute habe ich es nicht bereut und gefehlt hat mir das Fotografieren auch nicht - im Gegenteil: dadurch bin ich zur Farbe und zu Materialien gelangt, die bei mir in den Schränken vor sich hin vegetierten. Stifte, Farben, Pinsel, Kreiden und die ganzen Sachen, die ich über die Jahre mit geschleppt hatte, kommen auf einmal wieder zum Einsatz. Die meisten Sachen sind noch vom Kunststudium übrig geblieben und nach fast 30 Jahren nicht mehr wirklich die besten. Ich habe mir kurzerhand neue Farben und Pinsel gekauft. Ist das herrlich!!! Diese Farben!!!! Wenn ich früher malte, dann tatsächlich auch hauptsächlich mit schwarzer und weißer Acryl- oder Ölfarbe, in die ichwenig dosiert Pastellkreiden mischte. Heutzutage sind die herrlichsten Farben auf dem Markt :) Ich entschied mich für eine Reihe Liquitex Acrylfarben und Dylusion Paints.

Heute habe ich wieder für Carlas Kurs gemalt. Ohne Pinsel. Richtig: ohne. Gemalt habe ich mit meiner alten EC-Karte und das ist dabei heraus gekommen. Schön bunt nicht wahr??


16 Januar 2018

sparkling love

Zwei Begriffe, um ein Bild zu gestalten: sunglasses und sparkling, so die Aufgabe von Carla Sonheim. Da ich gerade nicht all zu viel Zeit habe, habe ich eine schnelle Bearbeitung eines Fotos mit Photoshop gemacht.

Auch nach 27 Jahren knistert es noch so manches Mal ;)


09 Januar 2018

neugierig


Mein Adjektiv des Tages, entstanden als Aufgabe des 365-Tage Kurs mit Carla.
Ich finde es eine tolle Eigenschaft, neugierig zu sein. Lernen zu wollen und offen zu sein sind zwei Dinge die ich damit verbinde. Aber auch ganz viel Kindsein, denn die sind immer neugierig :)




06 Januar 2018

Russel Foller

Gestatten, mein Name ist Russel Foller, ich bin ein Hammerhai.


Heute hat der 365-Tage Onlinekurs von Carla Sonheim begonnen. Ich habe schon sehnlichst darauf gewartet, dass es los geht ;) Heute stellte sie eine Fadentechnik für Wasserfarben vor und das ist dabei raus gekommen. Zu jedem Kurs gibt es immer eine geschlossen Facebook-Gruppe mit Teilnehmern aus der ganzen Welt. Die Sprache dort ist englisch und als ich erzählte, dass ich meine Farbwalze nicht fand und stattdessen mit einem leeren Fusselroller arbeitet, fanden die Leute das deutsche Wort so lustig. Auf diese Weise kam der Hai zu seinem Namen ;) Ist das nicht klasse?? Hier die Fusselrolle und die Zeichnung, die durch das Abmalen einer Ingwerwurzel entstand.





23 Dezember 2017

Alle Karten sind da!!

Ein Post muss noch sein, auch wenn ich mich für dieses Jahr verabschiedet habe, denn alle Karten aus der Adventpost-Aktion von Post-Kunst-Werk sind angekommen :D
Es ist eine wunderbare Sammlung geworden und ich bin beeindruckt wie verschieden schön die Streifenvorgabe interpretiert wurde. Manche entzücken durch ihr Leuchten, manche durch ihre Haptik, aber wirklich ALLE sind ganz ganz toll geworden und haben mir das Wachten aufs Christkind versüßt. Vielen Dank liebe Grupp 5 ;)

Hier zeige ich alle Karten, deren Rückseiten ebenso liebevoll gestaltet wurden.









21 Dezember 2017

2017 --> 2018

Vielen herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Gruppe von der Post-Kunst-Werk Aktion im Advent!!
Ich habe eine wahnsinnig schöne Sammlung erhalten und mich sehr über jede einzelne Karte gefreut!

Nun möchte ich mich mit ein paar sehr persönlichen Worten, weil ich nach außen transparenter werden will, bis zum nächsten Jahr aus meinem Blog verabschieden und wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen ein tolles Weihnachtsfest und viel kreative Energie für das neue Jahr.

Es war ein verrücktes Jahr mit vielen Tiefen, aber auch Höhen und unerwarteten Ereignissen. Ich gehöre zu den Menschen die sich tagtäglich, stündlich, minütlich reflektieren, doch immer wieder tappe ich in die selben alten allen Fallen. Das bemerke ich - bislang noch - leider immer erst hinterher. Doch ich arbeite hart daran meine Muster zu erkennen und dementsprechend mein Leben zu bewältigen. Das ist angesichts meine gesundheitlichen Situation nicht wirklich einfach, denn ich leide, neben einigen chronischen Autoimmunerkrankungen, an der bipolaren Störung. Diese Krankheit schränkt mich im Alltag am aller heftigsten ein. Psychische Krankheiten sind auch heute leider noch ein großes Tabuthema und es wird wenig darüber gesprochen. Ist man selbst erkrankt, will man es nicht öffentlich machen - ist man nicht selbst erkrankt, möchte man nichts damit zu tun haben. Ich habe immer habe selbst immer noch Schwierigkeiten damit, meine "Macken" als Krankheit zu akzeptieren. Eigentlich kann und darf ich es jemanden, der dies auch tut, nicht übel nehmen...tu ich aber. Denn ich fühle mich oft einfach nur hilflos und unverstanden, so dass ich bei Ablehnung oder Kritik schnell empfindlich reagiere. Die Diagnose "Bipolare Störung" bekam ich vor wenigen Jahren nach einer Odyssee von Besuchen bei diversen Ärzten und Psychologen. Es hat locker mal 25 Jahre gebraucht, bis die richtige Diagnose gestellt wurde. Seither bin ich mit Medikamenten gut eingestellt, habe meine Vertrauenspersonen im medizinischen und psychologischen Bereich gefunden und kann relativ gut damit leben. Doch hin und wieder kommen die dunklen Tage, an denen nichts, aber auch rein gar nichts geht. Ich muss lernen damit umzugehen, denn leben muss ich damit mein Leben lang, es ist unheilbar. Zum Glück (oder auch nicht?) habe ich wenige Manien, also Hochphasen, dafür aber eben oft depressive Episoden. In diesen Episoden sind meine für mich am bedeutendsten Kunstwerke entstanden. Sie haben mir geholfen, ich stelle hier ein paar aus der Reihe "Diary Drawings" vor. Ausgangsbild ist ein fotografische Selbstporträt aus dem Jahr 2008, welches ich bewußt pur gehalten habe. Dies drucke ich meistens auf Papier aus und bearbeite es je nach Gefühlslage. Immer wenn ich nicht weiter weiß, ich dies ein Mittel, mir auf die Schliche zu kommen. Ich gehe spontan dabei vor und lasse mich ganz vom Bauchgefühl leiten. Mir ist bewußt, dass die Arbeiten teilweise heftig wirken. Betrachtet sie als bittere aber wirksame Medizin ;)

LG Bogi
















12 Dezember 2017

Mixed Media Mittwoch

Mittwochs ist bei mir Mixed Media angesagt. Am Mixed Media Mittwoch (MMM) arbeite ich nach Lust und Laune mit den Materialien, auf die ich gerade Lust habe. Heute waren es wasserlösliche Wachspastelle, Gesso, Ölkreiden und Bleistift. Ich habe nach dem Prinzip Zufall gearbeitet und dabei ist dieser Vogel entstanden.


10 Dezember 2017

2. Advent

Ich freue mich, 3 weitere gestreifte Adventsgrüße haben meinen Briefkasten gefunden.
Die Nummer 7 Christine, sie hat sich vom Funkeln und Leuchten weihnachtlicher Dekoration inspirieren lassen. Bewege ich die Karten in meinen Händen so funkelt sie ;) Vielen Dank!
Die Nummer 8 kommt von Monique und zeigt eine sehr schöne Collage in erdigen Tönen mit Streifen in vielen Variaten. Geklebt, genäht und gemalt sendet sie Grüße aus Frankreich - vielen Dank!! Die Nummer 9 bummelt noch, aber dafür ist die 10 von Regina (ohne blog) gekommen. Eine kühl gestreifte Karte in Blau und grau, ein wenig rot lockert die Kühle auf und durch die nicht geraden Streifen hat sie eine Dynamik, die an einen Fluss erinnert - vielen Dank!


07 Dezember 2017

Winterwald

Bin so gespannt, was ihr sagt und möchte nicht mehr warten, deshalb erzähle ich heute, wie meine Streifenkarte für die Adventspost 2017 vom Post-Kunst-Werk entstanden sind. Wie ich bereits im Beitrag vorher beschrieben habe, habe ich einfach erst mal rumprobiert. Eine von den drei Versuchen hat mir direkt gut gefallen, obwohl die Farbe Magenta nicht zu meinen Lielingsfarben gehört.


Aber ich hatte sofort die Assoziation zu einem Birkenwald in der winterlichen Abendsonne. Und so war meine Idee für die Adventspost geboren :) 

Zuerst grundierte ich die 29 Karten, 26 für die Gruppe, eine für meine Freundin Steffi und je eine für die lieben Organisatorinnen. Mit Acrylfarbe in magenta und schwarz pinselte und spachtelte ich wild drauf los und klebte dann mit Malerkrepp die Baumstämme ab. Danach grundierte ich die Karten mit Gesso.



Im weiteren Verlauf brachte ich wieder Farbe ins Spiel, um einen schönen Winterhimmel mit rotem Abendlicht zu erstellen. Ich nahm ein wenig blau, pink und dunkles lila, anschließend tupfte ich mit Hilfe einer Schablone Schneeflocken aufs Papier.





Dann zog ich die Klebestreifen ab





Ich malte mit einem Spachtel und lila Farbe Baumrinde oder Schatten an jeden Stamm, einerseits konnte ich so die verunglückten Stellen kaschieren, andererseits gab es dem Wald mehr Dimensionalität.




Auf jeder Karte bekam ein Stamm einen kleinen Ast




Ich klebte die Karten mit doppelseitigem Klebeband auf einen zweiten Bogen Aquarellpapier und schnitt die Karten aus. So haben sie mehr Festigkeit für ihren Weg zur Gruppe 5.



Dann gestaltete ich die Rückseiten. Dazu schnitt ich aus einem schönen Papier die Zahl 6 mit dem Mini-Punchboard aus und klebte als Trennlinie ein Stück Washitape auf. Das bisschen Grün und Rot, das man im vorherigen Beitrag sehen kann, stammt vom Washitape, welches ich benutzte, als die Rolle mit dem schwarz-weissen leer war.






Jetzt noch alle beschriften, adressieren und frankieren - dann: ab geht die Post!


Ich hoffe, dass euch mein gestreifter Winterwald gefällt und freue mich auf weitere tolle Karten ;)

Hier könnt ihr andere tolle Adventskarten ansehen:  Linkliste


06 Dezember 2017

Advent, Advent!

Tabea und Michaela schaffen es jedes Mal aufs Neue, mich ans arbeiten zu kriegen ;) Mit Ihren PostKunst-Aktionen fordern sie mich heraus, auszuprobieren und dazu zu lernen. Dafür möchte ich hier ein ganz dickes DANKE sagen.

In der diesjährigen Adventszeit geht es um Farbstreifen, klingt aufs erste Gehör ziemlich easy, ist es aber gar nicht, musste ich feststellen. Meinen eigenen Farbklang finden und diesen dann gestreift auf eine Postkarten bringen, hat aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht und mich persönlich überrascht.

Meine Lieblingsfarbe ist grün in all ihren Schattierungen, also fing ich an mit grün zu experimentieren, erst mit Acrylfarbe und zuletzt mit meinen Tombows. Die Ergebnisse gefielen mir sofort gut, doch machten mich nicht wirklich glücklich.




Ich surfte im internet herum, suchte nach Kunst mit Streifen, Techniken, Ideen uns Inspiration. Klar, ich wurde fündig, aber dazu mehr in meinem nächsten Beitrag, in dem ich meine Karten vorstelle ;)
Die Karten sind heute zur Post gegangen und sollten in den nächsten Tagen in den Briefkästen der Gruppe 5 landen.





Bis heute haben mich 5 tolle gestreifte Karten erfreut (v.l.n.r.)
Nummer 1 von Judith
Nummer 2 von Sakia (ohne Blog)
Nummer 4 von Jeanette (ohne Blog)
Nummer 3 von Steffi (ohne Blog)
und die Nummer 5 von Marietta 

Vielen lieben Dank!!!




10 September 2017

Doppelporträt

Von der letzten Adventpost hatte ich noch ein Stück Gelliprint übrig, das ich in zwei Hälften von etwa DIN A5 schnitt. Mit blauer Aquarellfarbe bedeckte ich den Print und liess jeweils die Silhouette einer Dame mit Dutt frei. Im zweiten Step gab ich ihnen mit weißer Auqarellfarbe einen blassen Teint und zeichnete zu guter Letzt die Konturen und das Gesicht mit blauem Kugelschreiber.



03 September 2017

Mein Post-Kunst-Werk Sommerstoff

Mein Stoff ist nun auch in Dänemark angekommen, was mich sehr freut!
Am Wochenende fischte ich den letzen Beitrag aus meinem Briefkasten, vielen Dank liebe Christine!!
1000 Dank auch an Kristina, Marietta, Corinna, Edelgard, Karen und Jeanette. Ich habe Eure Post mit großer Freude empfangen! Alles ganz ganz tolle Drucke!! Ich habe sie nicht fotografiert, aber hier in der Sommerpost-Linkliste sind sie zu finden :)

Nun zu meinem Stoff. Ich hatte ja wirklich Probleme mit dem Wetter. Hatte ich Zeit, schien die Sonne nicht, schien die Sonne dann mal für ein oder zwei Tage, hatte ich keine Zeit....der ein oder anderen ging es sicher ähnlich.

Anfangs hatte ich geplant mit Textilfarbe eine "richtigen" Sonnendruck zu machen, hatte mir einige Videos bei youtube angesehen und hier und da Blogbeiträge studiert. Schien nicht all zu schwierig zu sein. Ich war aber nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis und weil mir die Zeit davon rannte, bestellte ich kurzerhand das Cyanotypie-Set von Jacquard. Nachdem es angekommen war, pinselte ich nachts vor dem Zubettgehen noch schnell meine Stoffe und legte sie in eine schwarze Schublade.
Leider habe ich keinen Raum, den ich richtig abdunkeln kann und der Keller ist auch mit einem großen Fenster versehen. Nach 1,5 Tagen waren die Stoffe nur sehr wenig getrocknet, also verdunkelte ich das Schlafzimmer, stellte den Wäscheständer hinein, hängte die nassen Stoffe auf und föhnte sie im Dunkeln trocken. Die fertig präparierten Stoffe legte ich dann wieder in die Schwarze Schublade. Das Tolle ist, dass es wirklich nur eine Schublade ist, ohne Schrank drumherum und innen wie außen schwarz lackiert. Mein Schwiegervater hat sie mal gemacht und ich konnte sie prima überall hintragen.

Dann hieß es auf Sonne warten, sie war für die nächsten Tage angesagt. Als Motiv habe ich mich auf eine alte Vintage-Werbeanzeige festgelegt und schon mal probiert, wie sie quadratisch in blau aussehen würde.



Ich war scheinbar so aufgeregt :) dass ich nicht bedacht habe, dass ich ja ein Negativ auf die Folie drucken muss, um dieses Ergebnis zu bekommen. Zum Glück hatte ich 12 Stücke Stoff präpariert.

Das erste Ergebnis sah so aus,
während und nach der Belichtung.


So nach der Wässerung





Also, neue Folie bedrucken. Nun gab es aber das Problem, dass der schöne Rand mit den abgerundeten Ecken bei der Belichtung verschwinden würde, ich radierte im Photoshop bis auf einen kleinen schwarzen, unregelmäßigen Rand, alles weg.




Zur Belichtung benutzte ich einen Fotorahmen. Ich legte den Stoff auf den Bildträger, die Folie darauf und schloss mit dem Glas ab, welches ich mit Klammern fixierte. Weil mir um das Motiv zu viel langweiliges Blau war, streute ich drum herum kleine Rocaille-Perlen. 










Es war für mich das erste Mal, dass ich mich mit Cyanotypie beschäftigt habe. Eine tolle und einfach Technik, die ich sicher noch öfter machen werde.

Morgen fahre ich eine Woche in den Urlaub nach Büsum - machts gut, bis die Tage ;)
Bogi